11. Tag Rundreise – Südinsel
January 26th, 2010 by Tom
Zum Glück brauchten wir heute erst gegen 11 Uhr auschecken. Somit war genug Zeit für ein ausgiebiges Frühstück mit einem wunderbaren Blick über Lake Wakatipu, den Haussee von Queenstown. Über Cardrona ging es dann nach Wanaka. Unterwegs gab es wieder jede Menge Gegend zu bestaunen. Es gab etwas Toskana und auch etwas, was ein bisschen an Afrika erinnerte. Alles dicht beieinander.
Also, Wanaka selbst hat ja nicht so viel zu bieten. Ein bisschen wie ein Badeort aus einem Sommerferien-Teenie-Film. Zumindest aber haben wir dort eine Sonnenbrille für meinen Lieblings-Navigator erstehen können. Also aufgesessen und ab über die Berge, vorbei an Lake Hawea und Lake Wanaka nach Haast. Und während sich in Deutschland an den Ufern der schönen Seen die Reichen, mit Ihren Villen drängeln, gibt es hier so viel schöne und unglaublich wunderbare Gegend, dass sie unbewohnt ist und oft sogar unberührt scheint.
Nach rund der Hälfte der Strecke erreicht man die ersten Ausläufer des Regenwalds, der sich von der West Coast bis hierher ins Hinterland erstreckt. Es ist ein gemäßigter Regenwald, mit Farnen, aber auch Lianen und Aufsitzerpflanzen. Leider auch mit blutsaugenden und bösartigen Sandfliegen. Vielerorts sehen wir Wasserfälle und Hinweise auf Badestellen in den Flüssen, die sich links und rechts der Straße dem Meer entgegen winden.
Auch Haast besteht lediglich aus ein paar Häusern, 4 Motels, 3 Cafés und zwei Tankstellen. Das sehenswerte hier, ist die Natur ringsum!
Um weiter Zeit auf unserem Reiseplan einzusparen, sind wir jedoch gleich weiter, mit Ziel Fox Glacier. Immer zwischen Meer und Regenwald, oder auch mittendurch. Also durch den Regenwald, natürlich. Faszinierend die Pflanzenwelt links und rechts der Straße.
Fox Glacier – nicht nur der Name des gleichnamigen Gletschers, sondern auch des Ortes unterhalb – ist auch nur sowas, wie ein Wintersportort mit einer Idee für den Sommer: Hubschrauberflüge zu den Gletschern. Einziger Nachteil des Ortes: hier regnet es gut 300 Tage im Jahr. Ich glaub in Seattle hat es schöneres Wetter. Diesmal aber habe ich Glück. Während es 2007 wie aus Eimern regnete und ich heilfroh war irgendeine Unterkunft zu bekommen, schien diesmal die Sonne.
Wir sind in einem guten Motel untergekommen. Der Inhaber selbst meinte, dass so ein Wetter wie Heute die Ausnahme ist.Wir schätzen uns glücklich und feierten das Ganze mit einem (ganz guten) Abendessen im besten Lokal der Stadt, am Lake Matheson. Durch die Panoramafenster konnten wir dem Schauspiel: Abendglühen der Berge auf dem Mount Tasman und Mount Cook verfolgen.
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