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12. Tag Rundreise – Südinsel

Seltsame Felsen

Das sieht schon wirklich seltsam aus, diese wie Eierkuchen gestapelten Felsen, die Pancake Rocks nahe Punakaiki. Der Sandstein hat dem Meer anscheinend mehr entgegenzusetzen, als man gemeinhin meint. Denn immerhin gibt es diese Touristenattraktion schon einige Jahrzehnte und es lohnt sich eine Art Lehr-Pfad anzulegen, wo man alles ganz genau erklärt.

Pancake Rocks - Punakaiki

Zwischendrin, bei den Pancake Rocks, riesige ausgewaschene "Löcher", durch welche die Brandung mit lautem Brüllen zu hören ist. Das sind die sogenannten "Blowholes", durch die das Wasser Fontänen-artig emporschießt. Leider nur bei Flut (High Tide) und wenn die Strömung aus Südwesten kommt.
Deshalb beschließen wir, erst einmal weiter zu fahren, uns eine Bleibe zu suchen und am Abend zur Flut, gegen 21:30 Uhr wieder zu kommen.

Das Weka

Auch Gallirallus australis ist schon ein seltsames Ding. Etwa so groß wie eine Ente, jedoch flugunfähig. Dafür ist das Weka überaus neugierig und verdammt schnell zu Fuß.

Wir trafen das erste Exemplar an den Pancake Rocks, als es neben den parkenden Autos über die Wiese spazierte und nach interessanten Dingen suchte. Kurz zuvor hatte ich gerade auf einem Schild etwas zu diesen Tieren gelesen, sonst hätte ich es wirklich für eine Ente gehalten. Neugierig nehmen sie oft Dinge, die sie finden, mit an einen ruhigen Ort, um sie dort genauer zu untersuchen. Man soll sie dabei nicht stören und sich "die Dinge" dann später einfach später wiederholen.
Wir hatten zu Glück nichts "rumliegen".

Der verpasste Sonnenuntergang

Nachdem wir einige wenige Kilometer weiter gefahren waren, fanden wir ein Café. Da mal wieder ein Toilettenbesuch angesagt war, hielten wir an.
Wie sich herausstellte, boten sie nicht nur ganz leckere Pancakes (ja, auch am Abend!), es gab auch ein angeschlossenes Motel und einen Strand, etwas weiter hinten.

Wir entschieden uns zu bleiben, nahmen eines der kleinen Zimmer und nach dem Abendbrot schrieben wir die ersten Postkarten in dem Café. Irgendwann meinte mein Schatz, dass es Zeit wird um an den Strand zu gehen. Ich bejahte und sagte, dass ich nur noch die eine Karte zu Ende schreiben wollte.

Irgendwie muss ich wohl in ein kleines Zeitloch gefallen sein, denn als ich (endlich) fertig war, und wir zum Strand gingen, war die Sonne lange weg und mein Schatz machte ein langes Gesicht. Zu allem Überdruss kamen wir noch mit einem holländischen Pärchen ins Gespräch, die uns ihr tollen Fotos auf ihrer Digicam zeigten. Vom dem absolut spektakulären Sonnenuntergang! Dem einzigen, den wir an der Westküste hätten sehen können.
Asche auf mein Haupt!!! (Aber sie hat mich immer noch lieb!)

Das (o)Possum und wir

Am späteren Abend sind wir dann zurück zu den Pancake Rocks, um die Blowholes in Aktion zu sehen. Es war schon recht dunkel, als wir dort ankamen. Doch der zunehmende, aber noch recht schmale Mond schien hell und der "Lehrpfad" war jedoch ganz gut zu erkennen. Keine zwanzig Meter gelaufen huschte ein dunkelgrauer Schatten über den Weg und kletterte gut eineinhalb Meter an einem Baum neben uns hoch – und sah uns an. Wir blieben stehen und guckten zurück. Langsam schälte sich der Umriss eines Possums aus dem Grau der Nacht. Wir guckten es an – es guckte uns an.

Nach einer Weile wurde es mir zu dumm und ich zog meinen Schatz weg vom dem Tier. Die Felsen und die (möglichen) Wasserfontänen schienen mir interessanter.

Die Riesensternschnuppe (Myriam)

Die Blowholes waren leider eine Enttäuschung. Es war zwar Flut, aber die Strömung muss wohl aus der falschen Richtung gekommen sein, den es war kaum etwas zu sehen. Das Wasser spritzte kaum aus den Löchern. Es war quasi wie am Nachmittag auch schon.

Zurück am Motel/Café sind wir dann nochmal zu Strand. Keine Ahnung was wir dort wollten. Es war kalt. Es war dunkel und in der Ferne hatten Leute Lagerfeuer am Strand entzündet, die allerdings nicht ausreichten, um etwas romantische Atmosphäre zu zaubern. Auf dem Weg zurück zu unserem Zimmer dann, schaute Myriam nach oben in den Himmel und…. sie sah zum ersten Mal in Ihrem Leben eine Sternschnuppe. Eine richtig lange und schöne.
Wow! Sie schwärmt jetzt noch davon.

One Response to “12. Tag Rundreise – Südinsel”

  1. on 09 Feb 2010 at 20:29Tom

    Hey, mittlerweile haben wir sogar die Milchtrasse gesehen, und das Kreuz des Südens (natürlich!).

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