17. und 18. Tag Rundreise Südinsel
February 2nd, 2010 by Tom
Marlborough Sound
Picton war für uns nicht interessant genug, um uns dort eine Übernachtung zu suchen. Es war noch nicht allzu spät (etwa 18.00 Uhr) und so entschlossen wir uns weiter zu fahren. Leider wurde die Landschaft nicht besser. Weite Ebenen wurden von trocken-braunen Hügeln begrenzt. Kein schöner Anblick. Links und rechts vom Highway sah es auch nicht danach aus, als ob es uns gefallen könnte. Zwar hatten wir irgendwo zwischen Picton und Blenheim an einem B&B gehalten, dieses erwies sich jedoch als viel zu teuer. Nur weil es zu einer Winery gehörte. Pha! Für 250 Kiwi-Dollar muss man schon ein bisschen mehr bieten, fanden wir und zogen wieder ab.
Natürlich war uns bewusst, dass wir uns in einem von Neuseelands Haupt-Weinanbaugebiet befanden. Wo guter Wein ist, da ist’s auch teuer. Das weiß man schon aus Italien und Frankreich.
Trotzdem.
So kurz nach 8 Uhr abends wurde ich langsam müde vom fahren und mein Schatz musste (mal wieder – Frauen!) auf die Toilette. Also hielten wir an einem Café (oh Wunder, es hatte noch offen!). Während ich mich im Auto etwas lang machte, verschwand mein Engel in dem Haus.
Nach einer halben Stunde wurde ich etwas unruhig, da sie noch immer nicht zurück war. Leider hatte ich nicht gesehen in welches Haus sie verschwunden war. Somit konnte ich sie auch nicht suchen gehen. Nach gefühlten zwei Stunden kam sie dann auch wieder, mit einem strahlenden Lächeln, zwei heißen Chicken Pies (leckere herzhafte Hünchen "Kuchen") und der Ankündigung, dass sie eine super-tolle-sup-dupa Übernachtung für uns aufgetan hätte.
Ugbrooke House
Schatzi hatte in dem Café einfach mal gefragt, ob es in der Umgebung nicht preisgünstige B&Bs gibt. Die Besitzerin hat daraufhin bei zweien angerufen. Leider war dort gerade niemand da. Dann fiel ihr noch eine dritte Möglichkeit ein und… tadaaaa… es war eine Winery mit Lodge. Fernab des Highways lag Ugbrooke – idyllisch zwischen endlosen Reihen von Rebstöcken. Peter machte uns einen guten Preis, eine Maßnahme die seine Frau Alex anfänglich nicht wirklich begrüßte. sie scheint diejenige zu sein, die das Geld zusammenhält.
Peter holte uns am Weg ab. Auf dem langen Feldweg hoch zum Haus wären wir sonst wieder ins Grübeln geraten, ob wir noch auf dem richtigen Weg sind. Als wir vor dem Haupteingang hielten, kamen uns zwei riesige Hunde entgegen. Der größere von beiden hieß Jesper und hatte einen Kopf so groß wie 33er LP. Den braucht er auch, wenn er kuscheln kommt, damit er genug abkriegt.
Zum Glück mögen wir Hunde und konnten mit der überschwänglichen Begrüßung umgehen, so dass wir nicht umfielen.
Das Haus ist eine Wucht. Keine Ahnung, ob es auf den Bildern so rüberkommt, wie es wirklich ist. Aber man kommt sich hochherrschaftlich vor, wenn man dort "absteigt". Ganz zu schweigen davon, wenn man auch noch ein 4-5 Gänge Dinner genießen darf. Das haben wir uns aus Kostengründen verkniffen. Außerdem hatten wir ja schon gegessen.
Statt dessen setzten wir uns in den Salon (/Frühstücksraum) und kamen mit Peter und Alex ins quatschen. Peter spendierte noch ein Glas guten Rotwein und die Zeit verging wie im Flug. Wir haben viel gelacht und wurden auch noch überzeugt in Picton ein Sea Wildlife Cruise mitzumachen. Angeblich gibt es dort Delphine zu sehen. Und vor ein paar Tagen waren sogar mehrere Orcas gesichtet worden, die einen Hai gekillt haben.
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