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Sea Wildlife Cruise

An diesem Morgen konnten wir glücklicherweise ausschlafen und bekamen ein wirklich gutes Frühstück. Wieder in dem tollen Salon und dadurch sehr dekadent. Leider konnten/durften uns die Hunde keine Gesellschaft leisten. Aber wahrscheinlich spielten sie lieber auch draußen, in diesem riesigen Garten.

Während des Frühstücks fragte uns Peter, was bei uns an diesem Tag so ansteht. Wir waren unschlüssig und das sah man uns auch an. Peter tat was alle Kiwis in so einem Fall tun: er erzählte uns was es tolles in der Umgebung zu erleben gibt. In diesem Fall also der Region Marlborough Sound. Und noch spezieller: ein Sealife Ausflug mit dem Boot in den Marlborough Sound.
Er hat dann auch schon mal für uns gebucht.

Wir waren zuerst etwas geschockt, ob des vorauseilenden Dienstbarkeit. Wir mussten ja nicht. trotzdem überlegten wir kurz und befanden die Idee dann doch als ganz gut. Zumal Peter davon erzählte, dass gerade vor ein paar Tagen Killerwale im Sound gesichtet wurden, die einen Hai jagten und töteten.

Nach dem Frühstück machten wir jedoch erst einmal einen ausgedehnten Spaziergang über das Grundstück. Fast von überall sah man das herrschaftliche Haus. Es war wunderbar. Der Garten, die Pferdeställe, der angrenzende Golfkurs (mit Schafen drauf), einfach alles. Über die Veranda, mit angrenzendem Pool kamen wir wieder ins Haus. Jeder, wirklich jeder der Gästeräume hat etwas eigenes und wunderbares.
Gerade als wir aufbrechen wollten kam eine Gruppe junger Leute an. Wie sich herausstellte, handelte es sich um eine Braut mit Ihren Freunden, die auf Ugbrooke Hochzeit feiern wollten.

Die gleiche Geschichte – mit den Orcas – erzählte uns dann auch der Skipper des Bootes, mit dem wir raus in die vielverzweigten Arme des Marlborough Sound fuhren. Wir sahen Fur Seals (Pelzrobben), Tölpel, zwei Albatrosse und, ganz weit entfernt die Rückenflossen von zwei Hector Dolphins. Hector Delfine sind die kleinsten ihrer Art. Dementsprechend klein waren die Finnen, die wir (gerade noch) sehen konnten.
Wir besuchten noch eine Insel (nur für Vögel) und hatten wirklich einen schönen Vormittag auf dem Wasser. Weltbewegend war es jedoch nicht.

Seal Colony

Nach dem Ausflug auf’s Wasser machten wir uns schnellstens auf den Weg in Richtung Kaikoura. Das hieß wir mussten den ganzen Weg noch einmal fahren. Vorbei an Blenheim, Ugbrook, immer an der Küste entlang.

Kurz vor Kaikoura, es war bereits spät, begannen wir nach wieder nach einer Unterkunft zu suchen. Doch erst einmal sahen wir ein Verkehrsschild,seal_crossing das so unglaublich ist, dass wir es nicht fassen konnten:

Robben kreuzen die Strasse, und zwar die nächsten vier Kilometer. Wir dachten zuerst das wäre ein typischer Kiwi-Scherz. Doch dann schauten wir genauer auf die großen Steine im Wasser, denn keine 10 Meter neben der Strasse rollten die Wellen des pazifischen Ozeans sanft an den Strand.

Die dunklen Flecken auf den großen Steinen bewegten sich. Ja unglaublich, es waren Robben! Nur ein paar Meter von uns entfernt und kein Zaun der uns voneinander trennte. einige hundert Meter weiter konnte ich endlich anhalten. Wir stiegen aus und gingen etwas näher heran. Da lagen sie und dösten in der Abendsonne vor sich hin. Sie interessierte es gar nicht, dass da Zweibeiner standen, bzw saßen und sie neugierig anstarrten.

Mein Schatz saß auf einem Betonsockel, der die Strasse vorm abrutschen bewarte, als etwa einen Meter unter ihr der Kopf einer Robbe hervorkam, sie anschaute und überlegte. Gefahr? Futter? Egal? Ähem… egal!
Der Kopf verschwand wieder und die Wellen rollten weiter sanft an den Strand.

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